Restschuldbefreiung in 12 Monaten mit Privatinsolvenz in Irland

Die schnellste und sicherste Entschuldung in Europa.

Nur 3 Schritte zu Ihrer Entschuldung in professioneller Begleitung:

Ihr Leben rechtssicher nach Irland verlagern 

Wenn Sie die außerordentlichen Unannehmlichkeiten einer Privatinsolvenz nach deutschem oder österreichischem Recht nicht auf sich nehmen wollen, müssen Sie sich unter irisches Recht begeben.

Dann werden Ihnen schon nach 12 Monaten Ihre Schulden erlassen (Restschuldbefreiung) ohne irgendeine Mindest-Quote und ohne das Durchlaufen einer unangenehmen „Wohlverhaltens-Periode“ .

Die Gängelung und ständige Aufsicht durch einen Insolvenzverwalter über den Zeitraum von drei Jahren( Voraussetzung Sie zahlen eine Mindestquote ca. 40 %) oder bis zu sieben Jahren (ohne Mindestquote) wie in Deutschland/Österreich entfällt total.

Qualifizierung für die Irland -Insolvenz

Um diese enormen Vorteile zu erlangen, müssen Sie sich jedoch für die Anwendung des irischen Rechts qualifizieren. Dies tun Sie dadurch, dass wir mit Ihnen etwa sechs Monate vor dem Antrag den Mittelpunkt Ihres Lebens rechtssicher nach Irland verlegen und wir dies dem irischen Gericht  genau nachweisen.

.....die Interpretation des sogenannten „Lebensmittelpunktes“ bedarf ... viel Erfahrung im Umgang mit den irischen Gerichten und Insolvenzverwaltern sowie professioneller Kenntnis der deutsch/österreichischen, irischen und europäischen Insolvenzgesetze.....

Professionell von uns begleitet, ist dies völlig legal und rechtlich sicher, da das Verfahren seit Jahren für alle Bürger der EU in der europäischen Insolvenzordnung ganz klar geregelt ist. Weiterhin wurde diese Rechtsprechung von höchsten Gerichten, wie dem Europäischen Gerichtshof (EuGH), dem Bundesgerichtshof (BGH), dem österreichischen Obersten Gerichtshof (OGH) und den führenden Finanzämtern in vollem Umfang bestätigt.

Voraussetzung für die Legalität ist es aber, sich klar an die Gesetze zu halten (was leider manchen Interessenten schwerfällt).

Denn die Interpretation des sogenannten „Lebensmittelpunktes“ ist bezogen auf den individuellen Fall, oft sehr differenziert zu sehen und bedarf zweierlei: zum einen viel Erfahrung im Umgang mit den irischen Gerichten und Insolvenzverwaltern. Zum anderen bedarf es professioneller Kenntnis der deutsch/österreichischen, irischen und europäischen Insolvenzgesetze.

Näheres erläutern wir Ihnen ausführlich in einer kostenlosen Grundberatung in Bezug auf Ihre persönliche Situation.

Wird hier falsch gearbeitet, was wir ständig erleben, wenn wir sogenannte Sanierungsfälle übernehmen, fehlt Ihrer Insolvenz die rechtssichere Basis :die schon erteilte Restschuldbefreiung kann dann  nachträglich aufgehoben werden und Sie haben sich durch Angabe falscher Tatsachen strafbar gemacht.

3 Phasen der Irland-Insolvenz

In den drei Phasen des Verfahrens sind eine Fülle von Aspekten und Maßnahmen zu beachten, die wir nachfolgend nur stichwortartig anreißen:

Zunächst müssen Sie – wie gesagt – Ihr Leben schwerpunktmäßig (nicht ausschließlich) nach Irland verlegen. Dies ist von entscheidender Bedeutung.Wichtige Fragen hierbei sind:

Taktisch optimaler Rückzug aus Deutschland oder Österreich

Es hängt vom Stand Ihres Verfahrens, der Gläubigerkonstellation, Ihrer Schuldenart und vielem mehr ab, wie man diesen taktisch äußerst wichtigen Rückzug einleitet. Fragen tauchen hier auch insbesondere in Bezug auf eine Vermögenserklärung/eidesstattliche Versicherung auf (was ist, wenn ich eine abgegeben habe? Sollte ich noch eine abgeben? Wer ist mein Gegner? Und wie genau kennen die Gläubiger meine Lebensumstände?)

Diese und andere Faktoren bestimmen das richtige Abmeldeszenario, das im Zweifel große Bedeutung haben kann, insbesondere auch in Bezug auf die deutschen Behörden. Kritischster Punkt ist die Gefahr, dass Dritte einen Antrag auf Privatinsolvenz gegen Sie stellen, was mit folgenschweren Belastungen für Ihren Rückzug nach Irland verbunden sein könnte. Wir sagen Ihnen, wie Sie das verhindern können.

Nachweis über angemessene Vergleichsversuche mit Gläubigern

Im Unterschgeid zur Insolvenz in England müssen Sie für die Insolvenz in Irland angemessene Bemühungen für Vergleichsversuche mit Ihren Gläubigern und über das Scheitern dieser Verhandlungen nachweisen.Hierüber müssen Sie eine offizielle Bescheinigung von uns vorlegen, bevor das Insolvenzverfahren gestartet werden kann.

Weiterhin gehört hierzu auch eine schlaue und rechtssichere Informationspolitik gegenüber den Gläubigern, in der festgelegt werden muss, welche Gläubiger, wann und über was informiert werden.

 

Familien-Reise- und Logistikplanung

Ihre besonderen Umstände bestimmen die Planung, wann Sie loslegen, was die optimale Familienplanung und was die optimale Logistik für Reisen von und nach Irland ist. Wie ist die Situation von Frau und Kindern zu beurteilen, wo siedelt man sich am besten an ? 

 

Aufbau der Lebensstrukturen in Irland

Wichtigster Teil ist hier die richtige Wohnung oder ein abtrennbares Zimmer. Der Wohnungsmarkt in Irland ist völlig anders als bei uns in Deutschland/Österreich. Infolge einer völlig anderen Rechtslage sind für den gerichtsfesten Aufbau einer Wohnsituation viele Details zu beachten, die für das Verfahren von großer Bedeutung sein können.

Als knifflige Frage stellt auch, wie Sie zu einer Kreditauskunft kommen, obwohl Sie keine Kredithistorie in Irland haben, denn diese wird regelmäßig gefordert. Für alles dies haben wir Lösungen parat, zu denen wir Sie individuell beraten werden.

 

Erstellen von privaten und geschäftlichen Bankkonten

Entscheidende Bedeutung haben auch Ihre Bankkonten, seien es private oder geschäftliche. Die irischen Banken haben durch die Terroraktivitäten ihre Annahmepolitik wesentlich verschärft und fordern vor Kontoeröffnung in der Regel einen Beleg ihrer Wohnsituation mit Gas-, Stromrechnungen etc. Mietverträgen. Da Sie dies zu diesem Zeitpunkt alles nicht haben, muss man wissen, wie man diese Hindernisse überwindet, was wir für unsere Kunden regelmäßig lösen.

 

Alle amtlichen und sonst notwendigen Anmeldeformalitäten

Mangels einer Meldepflicht und entsprechender Ämter muss man gezielt seine Präsenz in Irland nachweisen. Dies gelingt auch durch eine Fülle von Massnahmen und Formalitäten, die später für die Dokumentation des Lebensmittelpunktes eine zentrale Rolle spielen können.

Hier dürfen nirgendwo Unstimmigkeiten auftreten und es kommt auf unendlich viele und kleinste Details an, um die Gerichte zu überzeugen.



Abwehrmaßnahmen für Vollstreckungsversuche

Jetzt haben Sie die notwendige Struktur und beginnen in Irland zu arbeiten oder zumindest zu leben. Bei der Arbeitssuche unterstützen wir Sie mittels unseres riesigen Netzwerkes. Insbesondere für den Aufbau eigener Firmenstrukturen werden wir Sie in allen Aspekten beraten, Firmen gründen, mit Geschäftskonten etc. ausstatten und alle notwendigen Firmen-Konstrukte für Sie aufbauen. Während dieser Zeit kann es passieren, dass Gläubiger in Deutschland versuchen bei Ihnen zu vollstrecken, was in Irland außerordentlich schwierig und teuer, jedoch rechtstechnisch durchaus möglich ist. Hierzu ist ein spezielles juristisches Fachwissen nötig, das wir Ihnen als Spezialisten für das irische Recht zur Verfügung stellen.

 

Präsenz und Zeitmanagement in Irland

Eine der zentralen Fragen ist die der Präsenz und der Nachweis des Zeitmanagements in Irland vor Ort. Hier gibt es einen großen Spielraum im Rahmen des legal Möglichen, den wir für Sie optimal ausschöpfen werden.

 

Verkürzung der Qualifikationsperiode für das Verfahren unter 6 Monate unrealistisch

Sie wie in England statt der üblichen 6-Monats-Mindestaufenthaltsdauer schon nach 3 ½ Monaten bei Gericht zur Insolvenz anzumelden ist hier nicht möglich. Daher sollten Sie  mit mindestens 6 Monaten unangreifbar nachzuweisendem Lebensmittelpunkt rechnen.

Leben in Irland und Dokumentation des Lebens

Nun leben Sie in Irland und lassen es sich möglichst gut gehen, sofern Sie es finanzieren können. Hierzu geben wir Ihnen auch gerne Ratschläge in Form von Tipps zu den praktischen Lebensumständen und für die Freizeitgestaltung. Insbesondere aber steht natürlich auch die Dokumentation und Abbildung Ihrer Lebensnachweise in Irland im Vordergrund und wir sind sicher, dass Sie speziell im Großraum Dublin und den phantastischen Wohnorten auf dem Land/an der See/an Flüssen trotz Ihrer schwierigen Situation viel Spaß an Ihrer neuen Heimat haben werden.


Gründlichste Vorbereitung des Insolvenzverfahrens 

Im Unterscheid zur Privatinsolvenz in England müssen Sie hier alle Ausarbeitungen für die Gerichte schon vor dem Antrag im Detail vorbereiten, da den Gerichten nur professionell von allen Vor-Instanzen überprüfte Unterlagen vorgelegt werden dürfen.Die Gerichte entscheiden dann ohne weitere Anhörungen blitzschnell, da sie sich auf alle Vorarbeiten quasi blind stützen können.Hier ist also kein Raum für amateurhaftes Ausprobieren und eine Begleitung durch uns unabdingbar.

Über den an dieser Stelle sehr anderen Prozess als in England informieren wir Sie gerne.

Wir werden dafür sorgen, dass Ihr Antrag bis auf Ausnahmen  angenommen wird und keine Fragen seitens der Richter  offen bleiben.In Irland sind infolge der Transparenz des kleinen Landes und des sehr präzisen Prozesses höhere Ansprüche an alle Nachweise zu legen als in England.

 

 

 

Nun steht das Verfahren kurz vor der Tür und Sie werden von uns vorbereitet und in allen notwendigen Bereichen gecoacht.

 

 

Optimale Vor- und Nachbereitung des Ganges zum Gericht 

Grundsätzlich begleiten wir Sie zu Gericht und zu den Gesprächen mit dem Insolvenzverwalter. Wir betreuen Sie dabei sowohl fachlich als auch als Dolmetscher, da Sie in der komplexen irischen Insolvenzterminologie in der Regel sicher nicht bewandert sind. Dabei durchlaufen Sie bei uns eine optimale Vorbereitung und Training für Ihr Auftreten bei Gericht und für den richtigen Umgang mit den irischen Behörden.

Verfahrensdurchführung und Begleitung beim Insolvenzverwalter

Wir begleiten Sie bei der Abwicklung des Verfahrens und bereiten Sie auch weiter für die in die Tiefe gehenden Gespräche mit den Insolvenzinstitutionen (Official Assigne) vor.

Durch die präzise Vorbereitung haben Sie sehr wenig Kontakt mit dem Gericht selbst, werden aber im Vorfeld dafür tiefer involviert.

 

Die Insolvenz in Irland dauert nach dem Urteil des Gerichts nur 12 Monate, falls nicht besondere Umstände eine Ausnahme notwendig machen könnten. Dies könnten spezifische Straftatbestände,  falsche Angaben oder ein unzureichendes Mitwirken Ihrerseits sein. 

 

 

Restschuldbefreiungsurkunde erwirken und zur Vorlage in Deutschland vorbereiten

Ist die Restschuldbefreiung eingetragen und lediglich in einem irischen Medium bekanntgemacht, kann man die offizielle Urkunde hierzu beantragen und entsprechend qualifiziert übersetzen lassen um sie später im Heimatland bei Gläubigern, Finanzamt etc. vorlegen zu können, falls nötig.

 

Kommunikation mit Schufa, Gläubigern und sonstigen Auskunfteien

Abhängig von Ihrer persönlichen Situation kann man die Gläubiger über die erteilte Restschuldbefreiung selbst aktiv informieren, was aber nicht die Regel ist. In vielen Fällen gelingt es uns, für Sie zu bewirken, dass die Schufa nichts von der Insolvenz mitbekommt. Im Regelfall müssen Sie aber leider damit rechnen, dass ein Erledigungsvermerk bei der Schufa noch 3 Jahre nach erteilter Restschuldbefreiung für Dritte ersichtlich ist.


Gestaltung Ihres Lebens nach der Privatinsolvenz in Irland 

Sind Sie von den Schulden befreit, kann alles für Ihren unbehinderten Neustart vorbereitet werden, sei es in Irland oder eventuell doch in einem anderen Land, wo Sie eine neue Existenz aufbauen können, oder einfach Ihr schuldenfreies Leben genießen.



 

Schlussabrechnung des Insolvenzverwalters

Schließlich bekommen Sie und die Gläubiger eine Schlussabrechnung über Ihren Fall und eine Aufstellung der an Ihre Gläubiger eventuell verteilten Erlöse. Da in der Regel nichts zu verteilen ist, ist dies lediglich eine angenehme Formalie,die einen endgültigen Schlussstrich unter das Verfahren setzt. 

Oft gestellte Fragen


Im Juli 2014 trat in Deutschland ein neues Insolvenzrecht in Kraft, das für die Schuldner folgende Neuerungen vorsah:

 

1. Abkürzung der Dauer bis zur Restschuldbefreiung

Die Restschuldbefreiung kann seit 2014 bereits nach drei Jahren erfolgen:

nach § 300 Abs. 1 Ziff. 2 InsO kann die Restschuldbefreiung erlangt werden,

• wenn es dem Schuldner möglich ist, so viel einzuzahlen in die Masse, dass mindestens 35% seiner Verbindlichkeiten, die die Gläubiger angemeldet haben damit gedeckt sind und

• er zusätzlich die Verfahrenskosten aufbringen kann.

In diesem Fall kann die erforderliche Mindestsumme auch durch Einzahlungen Dritter erfolgen bzw. eben durch laufend abgeführte pfändbare Einkommen, Arbeitgeberdarlehen, Verwandtendarlehen etc.

Diese Voraussetzungen nach drei Jahren dürften wohl bei den wenigsten Schuldnern vorliegen. Die Erfüllung dieser Bedingungen ist aber für fast alle wirtschaftlich nicht sinnvoll.

Dies insbesondere nicht im Vergleich zu der legalen Möglichkeit, die Restschuldbefreiung durch eine Insolvenz in England wesentlich sicherer und einfacher zu erhalten.

Denn: Solche Schuldner, die in der Lage sind, speziell größere Schuldensummen in 6- oder 7-stelliger Millionenhöhe die 35 % Quote zu erfüllen, wären wohl auch in der Lage, sich mit ihren Gläubigern außergerichtlich zu einigen.

Hinzu kommt, dass selbst die drei Jahre plus der bis zu weiteren vier Jahren weiter bestehende SCHUFA- Eintrag eine Kaltstellung hinsichtlich wirtschaftlicher Kreditwürdigkeit von immer noch 7 Jahren bedeuten, im Vergleich zu nur 1 Jahr bei der Insolvenz in England.

 

2. Neue Ausnahmen von der Restschuldbefreiung

Der deutsche Gesetzgeber hat diese Verkürzung allerdings nur in Verbindung mit einer Stärkung der Gläubigerrechte zugelassen und insofern neue und gefährliche Hürden für Schuldner geschaffen.


Denn bislang waren im Wesentlichen nur Ansprüche aus vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung nach §§ 823 ff.BGB sowie Geldstrafen und -bußen von der Restschuldbefreiung ausgenommen. Nunmehr hat der Gesetzgeber folgende zusätzliche Ausnahmeregelungen festgelegt, die hochgradig gefährlich sind:

a. Ansprüche aus rückständigem Unterhalt, den der Schuldner pflichtwidrig nicht gewährte sind nicht entschuldbar 

b. Befreiung von Steuerschulden, sofern der Schuldner rechtskräftig wegen einer Steuerstraftat nach den §§ 370, 373 oder 374 der AO rechtskräftig verurteilt wurde ist ebenfalls nicht mehr möglich.

 

3. Versagung der Restschuldbefreiung

Weiterhin wurden die Möglichkeiten der Gläubiger gestärkt, eine Restschuldbefreiung zu verhindern. Dazu wurden die Versagungsgründe gemäß § 290 InsO erweitert:

• Danach kann nunmehr ein Gläubiger jederzeit während des Verfahrens einen Versagungsantrag stellen, was für den Schuldner bedeutet, dass die Gefahr der drohenden Versagung einer Restschuldbefreiung schon von Anfang an des Verfahrens besteht.

• Weiterhin ist die Restschuldbefreiung nach dem neuen Gesetz gemäß § 290 Abs. 7 InsO auch dann zu versagen, wenn der Schuldner seine Erwerbsobliegenheiten nach §§ 287 b InsO ff. verletzt.

• Dies kann außerdem auch noch nachträglich geschehen, wenn ein Versagungsgrund nach § 490 Abs. 1 InsO aufgetreten ist.

 

4. Erwerbsobliegenheit

Die Erwerbsobliegenheit, d.h. die Verpflichtung eine Arbeit nachzuweisen, ist nunmehr auch bereits ab Eröffnung des Insolvenzverfahrens notwendig.

Demnach hat der Schuldner eine angemessene Erwerbstätigkeit auszuüben und dann, wenn er ohne Beschäftigung ist, sich aktiv um eine zu bemühen, ohne dass er eine zumutbare Tätigkeit ablehnen kann.

Falls der Schuldner eine selbständige Tätigkeit ausübt, ist er gezwungen die Insolvenzgläubiger durch Zahlungen an den Insolvenztreuhänder genauso zu stellen, als wenn er ein angemessenes Dienstverhältnis eingegangen wäre.

Hier sind gravierende Veränderungen passiert und hohe Konfliktpotentiale entstanden.

 

5. Neuer Antrag nach dem Scheitern der Restschuldbefreiung

Nach der alten Regelung konnte frühestens 10 Jahre nach der rechtskräftigen Versagung einer Restschuldbefreiung wieder ein neuer Antrag auf Befreiung einer neu entstandenen Schuld gestellt werden. Dies ist nun nach der neuen Gesetzeslage schon nach fünf Jahren zulässig. Immerhin einmal ein Vorteil.

 

6. Gefährliche Verzögerung der Restschuldbefreiung durch Verfahrenskomplexität

Für die Erlangung der Restschuldbefreiung nach schon drei Jahren besteht weiterhin dann ein schwer kalkulierbares Risikos, wenn das Insolvenzverfahren am Ende der drei Jahre noch nicht aufgehoben ist, weil der Insolvenzverwalter bis dahin noch nicht das gesamte Vermögen verwertet hat. Bei Antragstellung ist dieser Zeitpunkt im Vorfeld nur schwer abzuschätzen.

Ist also die Vermögensverwertung nicht bis dahin beendet und das eigentliche Insolvenzverfahren damit aufgehoben, ist es schwer absehbar die Verfahrenskosten zu schätzen.

 

Fazit

Als Fazit dieser Betrachtung kann man festhalten, - und hier sind sich alle Insolvenz-Juristen einig – dass die

• neue Regelung mit der Möglichkeit nach drei Jahren das Insolvenzverfahren zu beenden hochgradig unattraktiv ist,

• insbesondere für Schuldner mit größeren Schulden.

Die Insolvenz in England ist im Vergleich zu diesem Verfahren in jeder Hinsicht unschlagbar.

Bei der Beurteilung der Sicherheit der Insolvenz in England müssen zwei Dinge unbedingt unterschieden werden:

  • die Rechtslage hinsichtlich der europäischen Insolvenzordnung (EUInsVO) und Deutschland/Österreich sowie England
  • das  tatsächliche Verhalten der Schuldner bei der Einhaltung dieser Gesetze

vorausgeschickt werden kann, dass die Rechtslage hinsichtlich der Anerkennung einer Restschuldbefreiung seit vielen Jahren nahezu 100%ig von den obersten europäischen obersten Gerichten bestätigt wurde. Auch von den deutschen/österreichischen Gerichten, Finanzämtern etc. sonstigen Behörden wir diese daher in der Regel fast ausnahmslos anerkannt.

 

Privatinsolvenz in England in Deutschland/Österreich ist ohne weiter Prüfung von den Gerichten anzuerkennen

Gemäß Artikel 16 EuInsVO muss die Privatinsolvenz in England von anderen Mitgliedsstaaten (Ausnahme Dänemark) automatisch anerkannt werden.

Sofern sich das englische Gericht gemäß der Eröffnungszuständigkeit im Sinne des Artikel 3 Abs. 1 EuInsVO als zuständig erklärt hat, darf diese Zuständigkeit nicht mehr von den Gerichten in Österreich oder Deutschland überprüft werden. Im Wortlaut heißt es hierzu, dass

„… die automatische Anerkennung der Privatinsolvenz in England ohne inhaltliche Prüfung … Ausdruck des zwischen den Mitgliedsstaaten bestehenden Grundsatzes des Gemeinschaftsvertrauens ist. Alles andere stünde im Widerspruch zum Willen der Europäischen Union, Rechtsicherheit zu schaffen.“

In diesem Sinne ist von den höchsten Gerichten, wie BGH, Österreichischer Bundesgerichtshof (nachsehen), EuGH in den letzten Jahren eindeutig entschieden worden, dass deutsche oder österreichische Gerichte die Entscheidung des jeweils zuerst eröffnenden englischen Gerichtes anerkennen müssen, ohne dass die vom englischen Gericht bezüglich der Zuständigkeit vorgenommene Prüfung und Beurteilung noch einmal einer weiteren Prüfung unterzogen werden müsste.

Hierzu haben wir für unsere Mandanten ein ausführliches rechtliches Dossier zusammengestellt, in dem alle Fakten noch einmal im Detail für Sie und Ihre eigenen Rechtsberater belegt werden.

 

Unsicherheit durch Nichtbefolgen des Gesetzes (Täuschungen, Zuständigkeitserschleichung, Missbrauch)

Das eigentliche Risiko liegt daher im Verhalten der Schuldner, die dieses Gesetz anwenden und sich nicht an die gesetzlichen Voraussetzungen halten. Wie bei allen Gesetzen kann dann durch den Missbrauch natürlich das Verfahren vollständig zu Fall kommen. Der  den Missbrauchende verursachende Schuldner oder dessen Berater können außerdem sogar wegen strafbaren Handlungen verurteilt werden.

Denn nur wenn eine Täuschung/Erschleichung und damit ein Betrug bezüglich der internationalen Zuständigkeit und der Vorgabe eines nicht vorhandenen Lebensmittelpunktes in England nachgewiesen werden, wurde das Verfahren missbräuchlich eröffnet.

In diesem Falle kann das Verfahren sowohl von dem englischen Gericht als auch auf Veranlassung von Gläubigern jederzeit nachträglich aufgehoben werden. In diesem Falle ist das Verfahren nichtig und er Schuldner wird so gestellt, als sei ein Verfahren nie eröffnet worden.

 

Automatische Entschuldungswirkung nach 12 Monaten

Die zentrale Eröffnungsentscheidung des englischen Gerichtes bewirkt gemäß Artikel 17 Abs. 1 EuInsVO nach 12 Monaten schon ihre Wirkung, ohne dass es dazu irgendwelcher Förmlichkeiten bedürfte. Gemeint ist damit insbesondere die automatische Entschuldungswirkung im englischen Gesetz. Diese ist eine unmittelbare Folgewirkung des gerichtlichen Eröffnungsentscheides und die Rechtsfolgen erstrecken sich damit unmittelbar auf deutsch/österreichische Schulden.

Wird jedoch die Zuständigkeit durch falsche Angaben und Vortäuschung des Lebensmittelpunktes erschlichen, bricht alles zusammen.

Unsere Mandanten werden deshalb im Rahmen der Begleitung des Verfahrens unter hohen Maßstäben  angeleitet, unangreifbare und damit gerichtsfeste Nachweise für ihren Lebensmittelpunkt zu haben und dem Gericht vorlegen zu können.

Wir fallen immer wieder aus allen Wolken, wenn uns Mandanten berichten, was sie von unseriösen Amateurberatern und Winkeladvokaten an Vorschlägen bekommen haben: danach könne man beruhigt in Deutschland bleiben und alles andere nur vortäuschen.

Wir möchten hierauf nicht eingehen. Stattdessen kann nicht oft genug beton werden, dass der Dreh- und Angelpunkt für das Verfahren in dem soliden Nachweis des Lebensmittelpunktes unterliegt.

Alle Fälle in denen von Unsicherheiten bzw. Problemen berichtet wird, gehen in der Regel auf bewusste oder fahrlässige Fehler von Schuldnern zurück, die unbegleitet versuchten eine Insolvenz in England auf eigene Faust zu machen oder sich einem unprofessionellen Rat unterzogen haben. Diese Verfahren scheitern in den meisten Fällen.

Denn die hier vorgetragene Rechtssicherheit gilt natürlich nur bei professioneller und rechtsfehlerfreier Begleitung für das ganze Verfahren der Privatinsolvenz in England.

Die dazu notwendigen Voraussetzungen erscheinen auf den ersten Blick nicht als unüberwindbar.    In anwaltlicher Begleitung durchgeführt sind sie es auch nicht. Ergänzend bedarf es unbedingt Spezialisten vor Ort, die sich mit den Einzelheiten der englischen Rechtsprechung und deren Auslegung auskennen um allen Fallstricken zu entgehen und ein Scheitern auszuschließen. Nur so kann die Erfolgsquote praktisch auf 100% steigen.

Über die Feinheiten und durchaus großen Ermessensspielräume der hier geschilderten Gesetzeslage werden unsere Mandanten im Detail unterrichtet. Alle und spezifischen Umstände werden so legal strukturiert, diese so einreichten, dass die Rechtssicherheit des Verfahrens gesichert ist und eine Entschuldung nach 12 Monaten mit höchster Wahrscheinlichkeit eintritt.

Nachdem unsere Mandanten die Restschuldbefreiung innerhalb von 12 Monaten in England oder Irland erhalten haben, kommt eine zentrale Frage Bedeutung:

  • Wie lange dauert es jetzt bis ein deutscher Schufa-Eintrag gelöscht wird?
  • Gibt es Massnahmen die verhindern, dass ein Eintrag erst gar nicht in die deutsche Schufa gelangt?

Zur Beantwortung dieser Fragen ist im Detail sorgfältig und technisch klug vorzugehen.

 

Situation in Deutschland

Die Erteilung einer deutschen Restschuldbefreiung muss nach den gesetzlichen Vorgaben des § 9 Abs. 1 Insolvenzordnung (InsO) in Verbindung mit § 2 der Verordnung über öffentliche Bekanntmachungen in Insolvenzverfahren (InsBekV) veröffentlicht werden. Hierzu wurde auch das Portal www.insolvenzbekanntmachungen.de geschaffen.

 

Situation in England und Irland

In England und Irland stehen die Informationen über eine erfolgreich erteilte Restschuldbefreiung in englischen Amtsblättern. Da die englische Restschuldbefreiung in der Regel automatisch per Gesetzeswirkung erteilt wird und ihre Gläubigerschutzwirkung in allen EU-Staaten mit Verkündung nach Ablauf der 12 Monate entwickelt, ist kein gesonderter Antrag notwendig.

Insbesondere findet keine Meldung an die deutsche Schufa statt.

 

Wann wird ein Eintrag in der Deutschen Schufa gelöscht?

Die deutschen Gerichte gehen bisher davon aus, dass die SCHUFA Holding AG die Erteilung einer Restschuldbefreiung für die Dauer von drei Jahren speichern darf.

Das trickreiche dabei aber ist: diese Frist beginnt ab dem Kalenderjahr, das dem Eintrag folgt. Das bedeutet also: Hat ein Mandant die Restschuldbefreiung beispielsweise im März 2014 erhalten und ist dies im Datenbestand so eingetragen worden, dann beginnen die drei Jahre ab 01.01.2015 zu laufen und die Prüfungsfrist endet am 31.12.2018.

Für die Betroffenen ist das im Kern ja beendete Insolvenzverfahren insofern immer noch belastend aufgrund der deutschen Datenvorschriften.

In Deutschland wäre die Situation natürlich wesentlich schlimmer, da Sie dann nach 7 Jahren Privatinsolvenz und Wohlverhaltensperiode noch einmal bis zu weitere vier Jahre, d.h. bis zu 11 Jahre rechnen müssen um endlich wieder kreditwürdig zu werden.

Aber auch mit der extrem kurzen Entschuldung in England oder Irland müssen die Mandanten im ungünstigsten Extremfall vier weitere Jahre mit dem Makel des Schufa-Eintrags leben und haben damit wahrscheinlich eine in Deutschland eingeschränkte Kreditwürdigkeit.

Wird in der Schufa das Merkmal „Erteilung der Restschuldbefreiung erfolgt“ vermerkt, werden in der Regel diese vorhergehenden Einträge, die das Insolvenzverfahren betreffen gelöscht und durch den Eintrag „Restschuldbefreiung erteilt“ ersetzt.

 

Kann man den Eintrag der Restschuldbefreiung in Deutschland verhindern?

Grundsätzlich ja. Dies ist aber eine sehr komplexe Frage und man muss dazu taktisch und operativ sehr geschickt vorgehen.

Wie man diesen Eintrag der Restschuldbefreiung in Deutschland vermeiden kann und damit diese lange Zeit nicht aussitzen muss, erläutern wir unseren Mandanten im Rahmen unserer Betreuung in dem Verfahren.

 

 

Dieses komplexe Thema kann hier nicht erschöpfend behandelt werden, weswegen wir einige Grundüberlegungen darstellen.

 

Auffanggesellschaft nur in speziellen Einzelfällen sinnvoll

Zum einen sind viele unserer Mandanten unternehmerisch tätig und müssen deshalb dafür sorgen, dass es mit ihrem Unternehmen auch während der Privatinsolvenz in England weitergeht.

 

Hier ist oft die Lösung, eine Auffanggesellschaft in England zu gründen durchaus empfehlenswert. Insbesondere dann, wenn  Firmenaktivitäten aktiv in Deutschland betreut werden müssen.

 

In vielen Fällen aber ist diese Gründung nicht zweckmäßig, da sie erkennbar lediglich für die Insolvenz in England und oft zur Verschleierung tatsächlicher Einkommensströme erfolgt. Dies wird von den englischen Gerichten und Insolvenzverwaltern sofort erkannt.

 

Denn eine erst 4 bis 6 Monate vor einem Insolvenzantrag neu gegründete Ltd. in England ohne erkennbaren Geschäftsbetrieb, macht Sie als Schuldner oft eher verdächtig aus Sicht der englischen Behörden.  

 

Insofern ist die pauschale Empfehlung vieler Amateurberater in diesem Bereich, regelmäßig eine Ltd. zu gründen, bei der man sich anstellen lässt oder ähnliche Vorschläge, unseriös und im Einzelfall zu überprüfen. Gerne wird dies empfohlen, um zusätzliche Einnahmen für den Berater zu erzeugen.

 

Oft ist es nämlich besser, diese erkennbare „Fake“-Konstruktion zu lassen und sich als selbständiger Unternehmer zu positionieren.

 

Hierzu sind allerdings immer die Umstände des Einzelfalls zu berücksichtigen, weshalb hier keine generelle Empfehlung gegeben werden kann.

 

 

Gründungsprozedere pragmatisch, schnell und kostengünstig

 

Insgesamt aber ist im Falle einer Gründung das englische Gesellschaftsrecht außerordentlich unternehmerfreundlich, preiswerter und  viel pragmatischer als in Deutschland oder Österreich.

 

Wir bieten den Service der Gründung einer Auffanggesellschaft selbstverständlich an und begleiten dies professionell.

 

In jedem Einzelfall aber sind damit viele rechtliche und individuelle Fragen verbunden, die man fachmännisch prüfen muss.

 

Wir haben für unserer Mandanten alle Lösungen parat und können diese  in der Regel auch äußerst günstig und schnell im Vergleich zur Firmengründung im deutschsprachigen Raum, also in Deutschland oder Österreich, durchführen.

 

 

 

Die entscheidenden Vorteile des englischen Verfahrens liegen insbesondere darin:

 

1. Insolvenz in England ist um 5 Jahre kürzer

 

Englische Insolvenzverfahren Verfahren ist gegenüber dem deutschen Verfahren deutlich kürzer. Sobald das Insolvenzverfahren in England Verfahren eröffnet ist, tritt Kraft Gesetz schon automatisch nach 12 Monaten die Restschuldbefreiung ein. Dies ohne dass es einer neuen gerichtlichen Entscheidung oder Befragung der Gläubiger bezüglich komplexer Versagungsgründe gibt.

 

2. Keine Versagungsgründe

 

Insbesondere gibt es  auch keine Verpflichtung eine Arbeit aufzunehmen (Erwerbsobliegenheit). Komplexe und gefährliche Versagungsgründe während und nach dem Verfahren analog dem deutschen Gesetz gibt es nicht.

 

3. Pfändungsfreies Einkomme deutlich höher

 

Das pfändungsfreie Einkommen ist nicht gesetzlich festgelegt, sondern höher als in Deutschland/Österreich und am individuellen Bedarf orientiert. Damit ist während der englischen Insolvenz ein höherer Lebensstandard als in Deutschland/Österreich für den Schuldner möglich.

 

4. Umfassendere Schuldenbefreiung

 

Die englische Insolvenz umfasst weitergehende Restschuldbefreiungen als in Deutschland/Österreich. Mehr Forderungen werden erfasst, insbesondere auch solche, die nach deutsch/österreichischem Recht ausgenommen sind, wie: Steuer- Straftaten, gewisse unerlaubte Handlungen etc. Zusätzlich werden auch Forderungen erfasst, die erst nach Eröffnung  des Verfahrens fällig geworden sind, aber dem Grunde nach vor der Eröffnung schon entstanden.

 

5. Geringere Anfechtungsmöglichkeiten

 

Anfechtungsmöglichkeiten sind wesentlich geringer als in Deutschland/Österreich

 

6. Wesentlich fairere Insolvenzkultur

 

Der Umgang zwischen Gericht/Insolvenzverwalter und Schuldner ist wesentlich angenehmer und von mehr Respekt gegenüber dem Schuldner und Vertrauen in ihn geprägt. Dies im Gegensatz zum deutsch/österreichischen Verfahren mit seiner schuldnerfeindlichen und auf Bestrafung zielenden Ausrichtung.

 

7. Keinerlei Mindestquoten zu erbringen.

 

Das Verfahren wird in England allein von der Behörde geleitet. Als Folge sind die gesamten Verfahrenskosten viel geringer als in Deutschland/Österreich. Zusätzlich gibt es auch keine gestaffelten prozentualen Gebühren in Abhängigkeit von der Insolvenzmasse für Treuhänder und Insolvenzverwalter.

 

8. Keine gefährlichen Versagungsgründe

 

Ein Wegfall der Restschuld wegen Verstoß gegen komplexe Versagungsgründe wie in Deutschland/Österreich gibt es in England nur im Sinne der Annullierung  des kompletten Verfahrens.

 

Dies kann nur aus wenigen Gründen geschehen. Insbesondere dann, wenn das Verfahren nicht hätte eröffnet werden sollen, weil der Schuldner falsche oder grob missbräuchliche Angaben gemacht und sich grob missbräuchlich verhalten hat, z . Bsp. durch neue Schulden.

 

Durch die Stärkung der Gläubigerrechte seit Reform der deutschen Privatinsolvenz 2014 hat die Insolvenz in England daher noch einmal deutliche Vorteile im Sinn einer deutlich höheren Rechtssicherheit.

 

9. Kostenlose Krankenversicherung in England

 

Als Resident in England sind Sie mit Ihrer Familie kostenlos krankenversichert und können damit erhebliche Kosten sparen.

 

10. Diskretion des Verfahrens

 

Da die Insolvenz in England im Ausland stattfindet, wird diese in Ihrem Umfeld von niemand bemerkt (außer von Gläubigern). Dies ist ein nicht hoch genug zu schätzender Vorteil gerade bei Unternehmern und Selbständigen.

 

Fazit:

Aus diesen hier explizit aufgeführten Gründen und vielen etwas komplizierteren mehr, bietet die Privatinsolvenz in England die besten Möglichkeiten für einen Neustart. Dies gerade für Unternehmer, Ärzte, Juristen, Wirtschaftsprüfer, Architekten, und alle sonstigen Freiberufler oder Selbständigen.

 

Dies ist überhaupt kein Problem als EU-Bürger und Sie haben auch sehr gute Chancen. Folgendes müssen Sie jedoch machen:

 

Voraussetzungen um als Arzt in Großbritannien arbeiten zu können

 

Sofern Sie als Honorararzt, d.h. sogenannter „Locum" - in England arbeiten möchten oder eine Festanstellung in einem Krankenhaus suchen, müssen Sie formale und bürokratische Voraussetzungen erfüllen.

 

Bewerbungsunterlagen und Gesundheitssystem

 

Ihr CV (Curriculum Vitae) sollte sich nach dem in England üblichen Ansprüchen ausrichten und die Besonderheiten des englischen Gesundheitssystems berücksichtigen.

 

Erst dann kann ein englischer Leser Ihre Qualifikation richtig einschätzen und Ihre Bewerbung wird effizienter.

 

Registrierung beim General Medical Council

 

Der nächste Schritt ist die erforderliche Registrierung beim GMC (General Medical Council).

 

Eine Arbeit als Arzt in England ist ohne Zulassung durch das GMC nicht möglich.

 

Dies ist aber kein Problem für Sie als EU-Bürger, sondern lediglich eine notwendige und manchmal zeitintensive Anmeldetätigkeit. Hierzu werden Sie diverse Unterlagen übersetzen und beglaubigen lassen müssen.

 

Außerdem benötigen Sie einen sogenannten CRB-Check (Criminal-Records-Bureau), was in etwa einem deutschen polizeilichen Führungszeugnis entspricht.

 

PCT-List und Allgemeinmediziner-List

 

Sofern Sie als Allgemeinmediziner im Sinne eines General Practitioner (GP) innerhalb des National Health Services (NHS) arbeiten, müssen Sie sich bei den regionalen Behörden auf eine sogenannte PCT Performers List zusätzlich registrieren lassen.

 

Hierzu ist weiterhin in vielen Fällen ein Sprachtest (IELTS-Test) nachzuweisen.

Unter dem sinngemäßen Text

 

„Fakten zur Englandinsolvenz, die Berater gerne unter den Teppich kehren“

werden von Agenturen gerne Gerüchte in die Welt gesetzt, um unsinnige Gefahren in England aufzuzeigen.  Mit dem Ziel, sich dann als Berater anbieten zu können  der diese - nicht vorhandenen - Probleme löst. Diese Ausführungen sind in der Regel sachlich falsch und völlig unsinnig, weshalb wir nachfolgend kurz darauf eingehen möchten.

 

Selbstverständlich dürfen gerade wir als führender Anbieter für die Privatinsolvenz in England und unter Wahrung unserer anwaltlichen Aufklärungspflichten keine Risiken verschweigen oder herunterspielen. Im Gegenteil: wir können nicht oft genug appellieren, das englische Insolvenzverfahren angesichts seiner gut erfüllbaren Voraussetzungen legal in allen Punkten zu durchlaufen und damit eine rechtssichere Entschuldung zu erhalten.

 

Aus unserer täglichen Beratungspraxis in England möchten wir dennoch einige der am meisten verbreiteten  Gerüchte kommentieren:

 

 

Gerücht 1:

Englische Gerichte seien mit deutschen Richtern besetzt

 

Träfe die zu, wäre es für unsere Mandanten schlichtweg ideal. Denn wenn englische Gerichte deutschsprachige Richter hätten, wäre für viele Mandanten, die der englischen Fachterminologie nicht gewachsen sind, eine Hürde abgebaut.

 

Tatsächlich aber ist uns lediglich ein einziger wichtiger Richter am High Court in London bekannt, der in der Tat deutsch spricht und auch auf internationalen Foren spricht. Leider ist dies eine Ausnahme. Das Gerücht, man könne sich deshalb nicht hinter mangelnden Sprachkenntnissen in England verstecken, da dies durch deutschsprachige Richter aufgedeckt würde, ist völlig unsinnig und aus der Luft gegriffen.

 

 

Gerücht 2:

Man müsse seine Ein- und Ausreisedaten in England eidesstattlich bestätigen

 

Tatsache ist, dass England nicht dem Schengen Abkommen angehört und Sie sich auch als EU-Bürger bei Einreise einer Ausweiskontrolle unterziehen müssen. Insofern sind selbstverständlich Ihre Daten elektronisch in den entsprechenden Dateien vorhanden und technisch grundsätzlich dokumentiert.

 

Tatsache ist aber, dass die englischen Gerichte auf diese Daten keinen unmittelbaren Zugriff haben. Und in der Gerichtspraxis ist es fast ausgeschlossen, dass solche Daten in einem normalen Insolvenzverfahren angefordert werden.

 

Entsprechend müssen Sie auch in dem Verfahren an keinem Punkt Ihre Ein- und Ausreisedaten nachweisen.

 

Diese Regel könnte nur in extremen Ausnahmefällen durchbrochen werden, falls Sie sich in Auseinandersetzungen mit dem Gericht befänden und im Rahmen einer Beweisaufnahme (z.Bsp. schwerwiegender Betrugsverdacht) zunächst von Ihnen gewisse Belege für Ihre Beweislage vorgelegt werden müssten oder in Extremfällen gesondert vom Gericht angeordnet würde, Ihre Daten anzufordern.

Eine Angstmache an dieser Stelle ist daher völlig falsch und zeugt von Unkenntnis der wahren Verhältnisse.

 

 

Gerücht 3:

Eine schnelle Rückkehr nach Deutschland nach  gestartetem Insolvenzverfahren führe zur Annullierung

 

Die Frage der Rechtslage nach rechtskräftigem Beginn des Insolvenzverfahrens in England ist komplex und kann nicht holzschnittartig und ohne Berücksichtigung der individuellen Voraussetzungen beurteilt werden.

 

Zur Interpretation des Lebensmittelpunktes in England gemäß Artikel 3 der Europäischen Insolvenzordnung (EuInsVO)  kann durchaus eine gewisse langfristige Motivation gehören, seinen Lebensmittelpunkt dauerhaft nach England zu verlegen. Insbesondere jüngere Urteile der englischen Gerichte, die ja nach einer Art Case Law vorgehen, bieten Indizien für diese Rechtsauslegung. Insofern sollte man in der Tat nicht den Wortlaut des Gesetzes ausreizen und sofort nach Annahme des Verfahrens seinen Lebensmittelpunkt aus England weg in eine andere Region verlagern.

 

Über das  richtige Verhalten in der Zeit nach Insolvenzantragsannahme ist sehr differenziert zu argumentieren. Die von uns betreuten Mandanten werden dazu individuell und maßgeschneidert über den besten Weg beraten und in die Lage versetzt, diesen praktisch zu gehen.

 

 

Gerücht 4:

Englischkenntnisse seien extrem wichtig

 

Selbstverständlich gehen die Gerichte in England davon aus, dass jemand der seinen Lebensmittelpunkt glaubhaft und dauerhaft nach England verlagert, auch gewisse Englischkenntnisse mit sich bringen sollte.

 

Grundsätzlich aber gibt es selbstverständlich keine Pflicht alles selbst in Englisch vorzutragen oder auch perfekt zu sein. Dazu kann jeder selbstverständlich Dolmetscher mitnehmen oder auch eben in nicht so perfektem Englisch seine Dinge vortragen. Hier gibt es keine pauschale Regelung.

 

Unsere Mandanten werden auf jeden Fall von uns als Dolmetscher bei Gericht, beim Insolvenzverwalter und bei allen Behörden begleitet, sodass hier geringe Englischkenntnisse überhaupt kein Problem sind. Die Angstmache an dieser Stelle ist vordergründig und abzulehnen.

 

 

Gerücht 5:

Es sei entscheidend, ein englisches Unternehmen zu betreiben bzw. dazu eine Ltd. zu gründen

 

Diese Behauptung ist ebenfalls völlig falsch und teils sogar gefährlich.

 

Der Aufenthalt in England ist in keiner Weise an die Gründung eines Betriebes oder einer ähnlichen Konstruktion gebunden. In vielen Fällen mag es sich durchaus empfehlen einen solchen Betrieb zu gründen und in seine Lebensgeschichte glaubwürdig einzubauen.

 

Da dies aber nur in begründeten Fällen zutrifft, ist es kein Standard. Oft ist es empfehlenswerter, sich als Selbständiger darzustellen ohne eine offensichtlich schräge Konstruktionen zu schaffen, die vom Gericht und dem Insolvenzverwalter auf einen Blick als durchsichtige Maßnahmen zu erkennen sind, die nur mit dem Zwecke der Englandinsolvenz getätigt wurden.

 

 

 

 

 

 

 

Gerücht 6:

Richter und Insolvenzverwalter seien feindlich eingestellt und es sei schwer mit ihnen zu kommunizieren („Gestapo-Methoden“)

 

Dieses Gerücht ist fundamental das Gegenteil von dem was Sie in England antreffen werden.

 

Gerade die sogenannte „Insolvenzkultur“ in diesem Lande ist diametral anders als in Deutschland/Österreich.

 

Während hier der Bestrafungsgedanke des Schuldners im Vordergrund steht und dieser auch in der langen Wohlverhaltensperiode bzw. Mindestquoten seinen Ausdruck findet, sieht die englische Philosophie der Schuldenbefreiung vor, die Schuldner wieder möglichst rasch und ohne großen Schaden für ihn in den Wirtschaftskreislauf einzuschleusen.

 

Entsprechend ist auch die Behandlung bei Gericht fair und folgerichtig sind die englischen Gesetze sehr schuldnerfreundlich gestaltet.

 

Vor diesem Hintergrund ist gerade das Gerücht, mit „Gestapo-Methoden“ verhört zu werden und besonders kritisch behandelt zu werden, eine völlige Verkehrung der Realität.

 

 

 

Gerücht 7:

In den meisten Fällen sei von einer Englandinsolvenz abzuraten

 

Diese Aussage ist das Gegenteil der Realität, da es in Europa kein vergleichbares Verfahren gibt, sich legal und rechtssicher in nur 12 Monaten zu entschulden.

 

Dies zudem noch rechtssicherer und umfassender als unter deutschem oder österreichischem Recht.

 

Das Gegenteil ist auch hier  der Fall: durch das bei Schuldnern und selbst bei Insolvenzanwälten und Insolvenzverwaltern kaum vorhandene bzw. sehr lückenhafte Wissen über die englischen Verhältnisse, wird die Chance der englischen Insolvenz von viel zu wenigen aufgegriffen. Sie wird einer nach wie vor  äußerst kleinen Gruppe von gut informierten und flexiblen Schuldnern überlassen.

 

Dies beweisen die äußerst geringen Zahlen deutscher Schuldner die in England pro Jahr eine Insolvenz machen. Nach Angabe des High Curt in London waren dies z.B. im Jahr 2012 deutlich weniger als 200 deutsche Insolvenzverfahren. Daher von einem in England unerwünschtem „Insolvenztourismus" zu sprechen, ist angesichts dieser verschwindend geringen Zahl von jährlich etwa  130-150  Deutschen und Österreichern ebenfalls barer Unsinn.

 

Auf diese Tatsache hat auch der High Curt in mehreren Veröffentlichungen und hochwertigen Foren explizit hingewiesen. Entsprechend hat auch der deutsche Gesetzgeber niemals gegen die Anwendung europäischen Rechts im Rahmen der Insolvenz in England Bedenken eingelegt oder Gegenmaßnahmen ergriffen. Dies wir mit Sicherheit auch in Zukunft  so bleiben.

 

 

 

Schlussbemerkung:

Warnung vor Scharlatanen und Amateurberatern

 

In unserer täglichen Praxis erleben wir es immer wieder, dass Mandanten mit  irrigen Erfahrungen und Ratschlägen von dubiosen  Anbietern zu uns kommen, über die wir uns immer wieder wundern.

 

Zunächst verstoßen diese in fast allen Fällen nicht anwaltlich zugelassenen Anbieter der Dienstleistung „Insolvenz in England“  eindeutig gegen deutsche Gesetze und das in Deutschland herrschende Anwaltsmonopol. Dies auch dann, wenn sie angeblich nur aus dem Ausland arbeiten.

 

Wir arbeiten als eine in Deutschland zugelassene Kanzlei und als deren englischen Tochterfirma kooperativ als führendes Unternehmen für die Insolvenz im Ausland im Großraum London. Wir begleiten deutsche und österreichische Mandanten erfolgreich durch das Privatinsolvenzverfahren in England.

 

Mit unserem Büro in London sind wir 365 Tage vor Ort. Wir kennen die Insolvenzverwalter und die Richter sowie alle aktuellen Verfahrensprozesse im Detail und aus täglicher Praxis.

 

Professionell durchgeführt bietet die Insolvenz in England nicht nur die kürzeste Verfahrenszeit, sondern auch die eindeutig größte Rechtssicherheit aller Privatinsolvenzverfahren in Europa.